Ein Nachmittag im Museum für Film und Fernsehen

„Neuköllner Talente“ machen einen Rundgang durch die deutsche Filmgeschichte

„Metropolis fand ich ganz toll!“, „Metropolis war mir unheimlich!“ So unterschiedlich fielen am 6. August 2010 die Meinungen der Kinder des „Neuköllner Talente“-Projekts zu Ausschnitten aus dem Filmklassiker von Fritz Lang aus.

Die Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen - hatte die Patenkinder, ihre Patinnen und Paten, die Familien der „Talente“ und das Projektteam zu Führungen durch die Ständige Ausstellung Film eingeladen. Trotz der Sommerferien war der Andrang groß und so wurde die Einladung zu einem Ferien-Highlight für die Kinder.

 

Während der einstündigen Führung zeigte Führungsreferentin Andrea Edlinger den Kindern viele wertvolle Exponate der Filmausstellung. Besonders begeistert waren die Kinder von den prächtigen Kostümen von Marlene Dietrich und vom ersten Oscar der Filmgeschichte, den der deutsche Schauspieler Emil Jannings 1929 erhielt.

 

Die Erwachsenen wurden derweil von der Kuratorin Kristina Jaspers durch die über hundertjährige deutsche Filmgeschichte geleitet. Von den Pionieren des Stummfilms über den Mythos Marlene Dietrich ging es bis zu den Filmen von Andreas Dresen und Doris Dörrie. Auch hier zeigte man sich beeindruckt von den Kostümen Marlene Dietrichs und den dazugehörigen riesigen Koffern für den Transport.

 

Der Künstlerische Direktor Dr. Rainer Rother ließ es sich nicht nehmen, die Abschlussrunde zum Austausch der Erlebnisse einzuleiten und sich persönlich von den Kindern erzählen zu lassen, wie ihnen die Führung gefallen habe. Dabei verteilten die Kinder eifrig Pluspunkte und taten sich mit der Antwort schwer, als sie aufgefordert wurden, auch Minuspunkte zu nennen. „Talent“ Aleyna fand dann einen großen Minuspunkt: „Dass die Führung so schnell zu Ende war!“

 

Auch die Erwachsenen nutzten die Möglichkeit, Dr. Rother einige Fragen zu stellen. Warum die Ausstellung weit mehr Exponate von Marlene Dietrich als von Heinz Rühmann präsentiere, obwohl Heinz Rühmann doch ebenfalls sehr bedeutend gewesen sei. Dr. Rother erklärte, dass Marlene Dietrich mit viel Leidenschaft ihre Kostüme und Requisiten sammelte und von Heinz Rühmann viel weniger Ausstellungsstücke zur Verfügung stünden.

 

Dass es den „Neuköllner Talenten“ im Museum für Film und Fernsehen gefallen hat, ließ sich auch daran erkennen, dass sich ein „Talent“ gleich für das nächste Mal selbst einlud.

 

Die Mitarbeiter_innen der „Neuköllner Talente“ bedanken sich herzlich für die schöne Veranstaltung, die auch ihnen großen Spaß gemacht hat. Ihr Dank geht an Herrn Dr. Rother für die Einladung und die vielen aufschlussreichen Erläuterungen, an Kristina Jaspers und Andrea Edlinger für die interessanten Führungen und ganz besonders an Sandra Hollmann und Katrin Kahlefeld von der Öffentlichkeitsarbeit für die Organisation und die herzliche Zusammenarbeit!

 

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